Über mich
Ich arbeite seit meinem 15. Lebensjahr mit Menschen aus den unterschiedlichsten Lebenssituationen, Berufen und Welten, von der Friseurin bis zur Unternehmerin, von der Mutter bis zur Führungskraft. Was ich dabei gelernt habe: Jeder Mensch spricht eine eigene Sprache, im Schmerz, in der Überforderung, in dem, was unausgesprochen bleibt, in den Lebensrollen, in der Sehnsucht, in den Übergängen, in dem, was man schon lange mit sich trägt, in dem, was man sich nicht traut zu wollen und zu sagen. Und genau deshalb fasziniert mich die Buntheit der Menschen bis heute, weil ich unter all dieser Verschiedenheit immer wieder dasselbe beobachte: Menschen wollen gesehen werden, geliebt werden, wirklich gehört werden. Nicht perfekt gelöst, aber angenommen, mit dem, was da ist, mit dem, was wehtut, mit dem, was sich nicht benennen lässt.
Denn gesehen werden allein reicht selten aus. Was Menschen wirklich brauchen, sind echte Verbindungen und die entstehen dort, wo Kommunikation gelingt. Wenn Bedürfnisse und Gefühle einen Ausdruck finden, der auch ankommt, ändert sich, wie Menschen einander verstehen. Das ist etwas, das wir in unserer Arbeit gemeinsam entwickeln können.
Eine meiner Haltungen habe ich in der Pflege mitbekommen, durch einen Satz, den meine Auszubildenden in der Pflegeschule immer wieder sagten und den ich seither auf vieles in meinem Leben umgelegt habe: Die beste Pflege ist die mit der Hand in der Hosentasche. Für mich bedeutet das: Ich greife nicht vorschnell ein, ich schaue zuerst aus Respekt darauf, was ein Mensch selbst kann, selbst spürt, selbst weiß. Gute Begleitung lässt Würde und Eigenständigkeit. Ich begleite dich, damit du wieder hörst, was in dir schon da ist, nicht um dich zu formen. Ich werde dir deine Verantwortung nicht abnehmen, ich gehe ein Stück mit dir.
Mein wichtigster Lehrmeister war der Tod. Schon früh bin ich mit Sterben, Trauer und dem, was bleibt, in Berührung gekommen. Das Bewusstsein dafür, was das wirklich bedeutet, hinter Fassaden zu sehen und zu verstehen, was ein Mensch wirklich trägt, das ist über Jahre gewachsen, durch lange Erfahrung in der Begleitung von Menschen in Sterben, Trauer und Krise. Ich habe gesehen, was Menschen sagen, wenn es keine Masken mehr gibt, ich habe gesehen, was sie bereuen und ich habe gelernt, dass das, was am Schluss zählt, selten das ist, was wir tagsüber für so wichtig halten.
Das prägt, wie ich arbeite. Ich benenne, was da ist und ich stelle Fragen, die du dir selbst noch nicht laut gestellt hast. Ich werde dich dabei nicht belügen und nichts beschönigen. Ich bleibe an deiner Seite.
Der Moment, wenn Freude und Kraft zurückkommen und sich die Dinge ordnen. Das ist der Grund, warum ich diese Arbeit liebe und tue.
Manchmal ist das Leben ein mieser Verräter und manchmal braucht es deswegen jemanden, der ein Stück mitgeht.
Wenn du fertige Antworten erwartest oder jemanden, der dir sagt, wohin der Weg geht, bin ich nicht die richtige Begleitung. Ich zeige dir, was ich sehe. Den Weg wählst du selbst.